Was sich mit Access 2024 aufbauen lässt
Access 2024 richtet sich an Unternehmen, Selbstständige, Behörden und professionelle Anwender, die Daten strukturiert erfassen, verwalten, analysieren und auswerten wollen. Relationale Datenbanken, individuelle Formulare, umfangreiche Abfragen und aussagekräftige Berichte entstehen über die grafische Benutzeroberfläche, ohne eine vollständig neue Softwarelösung programmieren zu müssen.
Typische Einsatzfelder sind Kunden- und Kontaktdatenbanken, Artikel- und Produktverwaltung, Lager- und Bestandsverwaltung, Auftrags- und Rechnungsverwaltung, Projektmanagement sowie Inventar- und Vorgangsverwaltung. Wenn Excel-Tabellen für größere, miteinander verknüpfte Datenmengen nicht mehr ausreichen, bietet Access die strukturiertere Organisation.
Die vier Bausteine: Tabellen, Abfragen, Formulare, Berichte
Tabellen bilden die Grundlage: Hier liegen Informationen strukturiert in Datensätzen und Feldern. Über Beziehungen zwischen Tabellen entstehen auch komplexere Datenmodelle, ohne identische Informationen mehrfach zu speichern.
Abfragen greifen gezielt auf bestimmte Daten zu, filtern, sortieren, kombinieren und berechnen; für anspruchsvollere Fälle steht die SQL-Ansicht bereit. Formulare ersetzen die direkte Arbeit in Tabellen durch Eingabemasken, die auf die jeweiligen Abläufe zugeschnitten sind. Berichte bereiten gespeicherte Informationen auf und geben Auswertungen, Listen, Übersichten oder interne Geschäftsdokumente aus. Für wiederkehrende Prozesse automatisieren Makros einfache Abläufe, während Visual Basic for Applications eigene Funktionen, Formularsteuerung und Berechnungen erlaubt.
Neuerungen gegenüber Access 2021
Die sichtbarste Erweiterung ist das Microsoft-Edge-Browser-Steuerelement: Webinhalte lassen sich direkt innerhalb eines Access-Formulars darstellen, indem URLs über Felder oder Steuerelemente hinterlegt werden. Für Datenbanken, die mit Webressourcen, Online-Dokumentationen oder internen Portalen arbeiten, verkürzt das den Weg.
Wer regelmäßig mit SQL arbeitet, öffnet Abfragen jetzt direkt über das Kontextmenü im Navigationsbereich in der SQL-Ansicht. VBA-Code lässt sich für aktuelle Access-Datenbankformate in der VBA-Entwicklungsumgebung digital signieren – relevant dort, wo über das Microsoft Trust Center nur vertrauenswürdiger oder signierter Code ausgeführt werden darf. Technische Grenzen wurden angehoben: bis zu 4.096 gleichzeitig geöffnete Tabellen statt 2.048 und 512 statt 256 Verbindungen. Die Warnmeldung beim Öffnen einer verknüpften Tabelle in der Entwurfsansicht lässt sich abschalten und bei Bedarf über die Access-Optionen wieder einschalten. Zusätzlich wird die Anbindung an Microsoft Dataverse unterstützt; für cloudbasierte Microsoft-Dienste können dabei zusätzliche Lizenzen oder Abonnements erforderlich sein.
Fester Funktionsumfang statt laufender Funktionsänderungen
LTSC bezeichnet einen festgelegten Funktionsstand. Sicherheits- und Qualitätskorrekturen werden innerhalb des Produktlebenszyklus bereitgestellt, neue Abonnementfunktionen kommen nicht laufend hinzu. Für LTSC 2024 nennt Microsoft ein Supportende im Oktober 2029. Vorhandene Makros, Treiber und Datenquellen müssen trotzdem gepflegt werden; eine feste Version ist keine wartungsfreie Datenbanklösung.
Systemanforderungen
Für die Installation brauchen Sie ein kompatibles Windows-Betriebssystem, darunter Windows 11, Windows 11 LTSC 2024, Windows 10 Enterprise LTSC 2021, Windows 10 Enterprise LTSC 2019, Windows Server 2025 und Windows Server 2022.
Auf der Hardwareseite sind ein Prozessor mit mindestens 1,1 GHz und zwei Prozessorkernen, mindestens 4 GB Arbeitsspeicher, mindestens 4 GB freier Festplattenspeicher und ein Display mit mindestens 1280 x 768 Pixeln nötig. Für höhere Bildschirmauflösungen und umfangreiche Datenbankprojekte empfiehlt sich entsprechend leistungsfähigere Hardware.